Besuchsbericht 2015

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Im vergangenen November war es wieder so weit: Wie jedes Jahr besuchte ich mit Vertretern des Stiftungsrates und Freunden die Projekte der SANNI Foundation. Es freut mich sehr, Ihnen im Weiteren von unserer Reise und den zahlreichen, unvergesslichen Eindrücken zu berichten.

Beginnen möchte ich mit dem Wichtigsten:

Es ist einfach wunderbar, die Projekte in Südindien und Myanmar zu besuchen und zu sehen, dass unsere finanziellen Mittel vertrauensvoll und zweckgebunden eingesetzt werden. Für uns ist das die Motivation, unsere Arbeit weiterzuführen, mit dem Ziel, das Leben der armen und kranken Menschen zu verbessern und sie noch mehr zu unterstützen. Dies alles wäre nicht möglich ohne Ihre grosszügige Hilfe! Dafür möchten wir Ihnen von Herzen danken.

Trivandrum / Südindien

Das Hilfswerk St. John’s in Trivandrum, Kerala, Südindien, von Father Jose geleitet, wird von den SCHROFF Stiftungen und der SANNI Foundation seit vielen Jahren massgeblich geprägt und unterstützt. Es ist überwältigend zu sehen, wie auf dem Areal von St. John’s inzwischen eine kleine Stadt gewachsen ist, die hunderten von Menschen Arbeit gibt und tausenden Hilfe bietet. Vor allem ist es jedes Mal eine besondere Freude zu erleben, wie sich die Kinder positiv entwickeln, in ihre strahlenden Augen zu blicken und das fröhliche Lachen zu hören! Von der immensen Lebensfreude und Begeisterung, welche die Kinder trotz ihres schweren Schicksals ausstrahlen, sind wir immer wieder aufs Neue beeindruckt.

Was wir bisher erreicht haben:

  • Das von uns finanzierte 100-Betten-Spital dient der Grundversorgung der bedürftigen Bevölkerung in Trivandrum. Bislang konnten über 90‘000 Patienten behandelt werden! Dank der Subventionierung der bedürftigen Patienten durch die wohlhabenderen ist das Krankenhaus selbsttragend.

  • Das Cancer Care Home hat sich einerseits der Krebs-Prävention verschrieben, andererseits werden Krebs-Patienten medizinisch versorgt und gepflegt. Es wird im Februar 2016 eröffnet.

  • Mehr als 1‘500 Diabetespatienten werden monatlich gratis mit Insulin und weiteren lebenswichtigen Medikamenten versorgt.

  • 278 Kinder werden von ihren Patinnen und Paten mit CHF 360 pro Jahr unterstützt. Einige Jugendliche und junge Erwachsene sind bereits aus dem Sponsorenprogramm ausgetreten. Nach abgeschlossener Ausbildung können sie sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen.

  • Das „ASHA Bavan“ wurde als Kinderheim umfunktioniert und ist nun das Zuhause HIV-infizierter Kinder.

  • Das Ausbildungszentrum „SANNI Bhavan“ bietet HIV-infizierten sowie armen Jugendlichen aus der untersten Kaste die Möglichkeit, verschiedene Berufslehren zu absolvieren, um sich selbst und ihren Familien eine Existenz aufbauen zu können.

Yangon / Myanmar

Das zweite Projekt der SANNI Foundation liegt in Yangon, Myanmar. 2015 wurden die ersten freien Parlamentswahlen seit 25 Jahren durchgeführt. Die Freude über den Sieg der Partei der Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyis, NDL, ist enorm. Die Euphorie im Land ist fast überall zu spüren. Es wird investiert und gebaut, die Stimmung ist optimistisch. Leider vergrössern sich Gegensätze zwischen Arm und Reich immer mehr. Das bisher regierende Regime hat die gesundheitliche Grundversorgung der Bevölkerung absolut vernachlässigt.

Getreu dem Grundsatz, Projekte mit lokalen Vertrauenspersonen umzusetzen, unterstützt die SANNI Foun¬dation seit gut zwei Jahren den holländischen Arzt Dr. Frank Smithuis, der gemeinsam mit seiner burmesischen Frau, Dr. NiNi Tun, eine Hilfsorganisation (MAM = Medical Action Myanmar) gegründet hat. Diese Organisation baut ein Netz von Kliniken und Kinderheimen auf, um dort Patienten aus einfachsten Verhältnissen zu behandeln. Vor allem Kinder leiden an Unterernährung, Tuberkulose und besonders auch an HIV.

Was wir bisher erreicht haben:

  • Gemeinsam mit MAM haben wir eine Klinik gebaut und sichern ihren Unterhalt. MAM betreibt insgesamt 7 Kliniken, in denen 2015 mittlerweile über 200‘000 Patienten behandelt wurden. Da sowohl professionell wie auch kosteneffizient gearbeitet wird, kostet eine Behandlung „nur“ 7 Franken. Pro Jahr werden rund 1.4 Millionen Franken benötigt.

  • Auf unserer Reise haben wir die inzwischen 154 Kinder besucht, die von Patinnen und Paten unterstützt werden. Die Veränderung der Kinder im Verlaufe der Jahre ist sehr eindrücklich und überwältigend. Ihre Unterernährung konnte erfolgreich bekämpft werden und es geht ihnen gesundheitlich viel besser. Zudem dürfen die Kinder zur Schule gehen und haben die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren. Vor allem aber – und das ist ein wunderschönes Gefühl – ist in ihren Augen Hoffnung zu sehen!

SANNI Foundation 2016: Projekte

Trivandrum / Südindien

Auf St. John’s möchten wir das Ausbildungsprogramm von Frauen aus der untersten Schicht weiter fördern. Die Behandlung der Lepra-Patienten, für deren lebensnotwendige Operationen wir auf Spenden angewiesen sind, liegt uns sehr am Herzen. Genauso sind wir ständig auf der Suche nach Paten für verarmte und verwaiste Kinder. Für Ihren Beitrag an all unsere anderen Projekte danken wir herzlich.

  • Behandlungskosten in bestehenden Kliniken: CHF 7 pro Konsultation (einmalige Spende)

    Unser Partner MAM führt mehrere Kliniken in den ärmsten Vororten von Yangon, deren Unterhalt und Fortbestehen wir 2016 sichern wollen. In diesen Kliniken werden Mittellose, vor allem Kinder und Mütter gratis behandelt. Viele sind stark unterernährt, weshalb ihnen nahrhaftes Essen gegeben wird. Familienplanung, HIV-Prävention und -Behandlung gehören ebenso zum Angebot. Der Zustrom von Kranken ist enorm. 2016 rechnen wir mit 230‘000 Behandlungen. Auch wenn eine Konsultation nur ca. CHF 7 kostet, summiert sich das. Wir sind deshalb dankbar für jede Unterstützung.

  • Patenschaften für Kinder: CHF 360 pro Kind (jährliche Spende)

    Sowohl für burmesische als auch für indische Kinder suchen wir Patinnen und Paten. Mit einer Spende von weniger als einem Franken am Tag sichern Sie einem armen Kind die Zukunft! Es erhält medizinische Betreuung, Nahrung, Kleider und das Wichtigste: eine Ausbildung.

Mit herzlichen Grüssen
Ihre Susanne Schroff

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