Fortschritte, die berühren

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Liebe Freunde der SANNI Foundation,

Besuche vor Ort sind für unsere Arbeit von grosser Bedeutung. Sie ermöglichen uns nicht nur, die Fortschritte unserer Projekte mit eigenen Augen zu sehen, sondern auch den Menschen zu zeigen, dass sie uns wichtig sind. Dass wir an sie glauben.

Im November letzten Jahres reiste ich gemeinsam mit den Stiftungsrätinnen Corinne Fischer und Marianne Walde nach Indien. Im März führten mich meine Besuche erneut nach Delhi und Myanmar. Jedes Mal bin ich tief berührt von dem, was sich entwickelt. Trotz schwieriger Bedingungen wachsen unsere Projekte weiter – und mit ihnen die Menschen.

Diese Reisen haben mir einmal mehr gezeigt, warum unsere Arbeit so wichtig ist. Ja, manchmal fühlt es sich an wie ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber für jeden einzelnen Menschen bedeutet unsere Unterstützung eine echte Chance: auf Würde, auf Selbstständigkeit, auf ein eigenes Leben. Und genau das zählt.

Von Herzen danke ich Ihnen für Ihre Treue, Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen.

Ganz liebe Grüsse,
Susanne Schroff

1. St. John’s Health Village (Kerala)

Unser erstes Projekt unter der Leitung von Father Jose ist und bleibt unser Vorzeigeprojekt.

Die Unterstützung begann bereits vor 30 Jahren durch meine Familie. Heute umfasst das Health Village drei Krankenhäuser, ein Waisenheim, ein Ausbildungszentrum, einen Supermarkt sowie weitere soziale Einrichtungen. Es ist zu einem Ort der Hoffnung gewachsen, der rund 300 Menschen einen sicheren Arbeitsplatz bietet. Erst im letzten Jahr durften wir ein weiteres Krankenhaus etwas ausserhalb eröffnen – damit ist die gesamte Infrastruktur nun aufgebaut.

Alle Initiativen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Menschen in die Unabhängigkeit zu führen. Besonders beeindruckend ist das Sozialmodell der Krankenhäuser, bei dem finanziell besser gestellte Patientinnen und Patienten die Behandlung von ärmeren mittragen.

Tausende Menschen haben hier bereits den Weg in ein selbstbestimmtes Leben gefunden. Hinter diesen Zahlen stehen unzählige persönliche Geschichten von Mut, Würde und neuen Perspektiven. Das ist eine Entwicklung, auf die wir gemeinsam mit Recht stolz sein dürfen.

2. Community Development Center – Prachodana Services (Neb Sarai, Delhi)

Dieses Projekt betreuen wir seit 2022 – und in dieser Zeit hat es sich auf beeindruckende Weise entwickelt. Der Fokus liegt auf einer stark unterprivilegierten Community, in der nachhaltige Veränderungen besonders viel bewirken können.

Heute werden bereits rund 180 Kinder täglich betreut und mit Nahrung versorgt. Sie erhalten nicht nur eine sichere Umgebung, sondern auch Zugang zu Bildung und Struktur im Alltag – eine Grundlage, die zuvor oft gefehlt hat.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts sind zudem Ausbildungsprogramme für Frauen, insbesondere in den Bereichen Kosmetik und Schneiderei. Diese Programme eröffnen ihnen neue Perspektiven und die Möglichkeit, ein eigenes Einkommen zu erzielen.

Ein bedeutender Meilenstein wurde im März dieses Jahres erreicht: der Aufbau einer kleinen Nähmanufaktur mit eigenem Showroom. Der Schwerpunkt liegt auf der Produktion von Schuluniformen – ein Schritt, der nicht nur wirtschaftliche Unabhängigkeit fördert, sondern auch lokale Wertschöpfung schafft.

Besonders berührend sind die persönlichen Rückmeldungen der Frauen: Früher waren ihre Kinder oft sich selbst überlassen, hatten kaum Zugang zu Bildung und wenig Motivation. Heute sind sie betreut, sicher und lernen mit Freude. Die Entwicklung der Kinder ist eindrücklich – ihr Englisch, ihr Auftreten, ihr Selbstbewusstsein und auch ihre Hygiene haben sich deutlich verbessert.

Dieses Projekt zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie ganze Gemeinschaften gestärkt werden können. Frauen bauen sich eine eigenständige Existenz auf, Kinder erhalten echte Zukunftschancen – und die spürbare Dankbarkeit vor Ort macht die Wirkung dieser Arbeit jeden Tag sichtbar.

3. Community Development Projekt – Gurugram (Delhi)

Auch in Gurugram verfolgen wir konsequent unseren ganzheitlichen Ansatz. Kinder erhalten Zugang zu Bildung, die ihnen neue Perspektiven eröffnet. Gleichzeitig werden Frauen gezielt gestärkt, damit sie langfristig für sich und ihre Familien sorgen können.

Die Entwicklung des Projekts ist stabil und ermutigend. Schritt für Schritt entstehen hier Strukturen, die echte und nachhaltige Veränderung ermöglichen. Es ist ein leiser, aber kraftvoller Fortschritt – genau so, wie nachhaltige Entwicklung sein sollte.

4. Medical Action Myanmar (MAM) in Yangon, Myanmar

Seit 2013 ist dieses Projekt unser Herzstück – und eines der wirkungsvollsten.

Unser Partner, Medical Action Myanmar unter der Leitung von Dr. Frank und Dr. Ni Ni, zwei ehemaligen Leitern der Organisation Médecins Sans Frontières, ist aussergewöhnlich. In der humanitären Welt geniesst ihre Organisation höchsten Respekt – und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: absolut zu Recht. Hier wird nicht einfach geholfen – hier wird mit höchster Professionalität, Klarheit und langfristigem Denken in einem erschwerten Umfeld gearbeitet.

  • Die Zahlen sind eindrücklich:
  • Patenschaften für 600 Kinder
  • Aufbau und Betrieb einer Klinik sowie eines Motherhouse
  • Nothilfe für Familien
  • Ein starkes lokales Team von 56 Mitarbeitenden, die allein für die SANNI Foundation im Einsatz stehen
  • Rund 2,4 Millionen behandelte Patientinnen und Patienten durch MAM im letzten Jahr

Die Klinik behandelt heute täglich rund 150 Menschen – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Während andere Einrichtungen schliessen mussten, wird hier unermüdlich weitergearbeitet – getragen von grossem Engagement, Stabilität und einer spürbar positiven Haltung.

Auch das Motherhouse ist ein Ort voller Leben und Hoffnung. Dreizehn Kinder finden dort aktuell ein liebevolles und sicheres Zuhause. Besonders bewegend war es, ehemalige Kinder wiederzutreffen – und zu sehen, welchen Weg sie gegangen sind und wie sie heute ein selbstbestimmtes Leben führen.

Dieses Projekt zeigt eindrücklich, was möglich ist, wenn Engagement, Kompetenz und Menschlichkeit zusammenkommen.

Aktuelle Herausforderungen

Die globalen Entwicklungen treffen auch unsere Projekte spürbar. Der Krieg im Nahen Osten hat indirekte, aber deutliche Folgen – vor allem durch massiv steigende Energiepreise.

In Myanmar führt dies zu Treibstoffknappheit, eingeschränktem Transport und stark steigenden Kosten. Umso wichtiger ist ein Fortschritt: Dank Solarpanels konnte der Dieselverbrauch der Generatoren innerhalb eines Jahres um rund 25’000 Liter gesenkt werden.

Auch in Indien sind die Auswirkungen deutlich spürbar. Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Unsicherheiten treffen vor allem die Schwächsten.

Über uns

Die SANNI Foundation ist eine wohltätige Stiftung mit Schwergewicht Indien und Myanmar. Wir konzentrieren uns auf die Bekämpfung extremer Armut, Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen, Gesundheitsversorgung sowie Bestärkung von Frauen. Jede Spende kommt direkt vor Ort an, da alle Administrationskosten von der Firma SchroffInvest getragen werden und die Stiftungsräte ehrenamtlich arbeiten. Möchten Sie mehr über die Stiftung erfahren? Besuchen Sie unsere Website oder kontaktieren Sie uns per Mail.

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