Zan Min Maung – Stabilität und Hoffnung wiederhergestellt

Zan Min Maung lebt mit seiner Familie in Hlaing Thar Yar Township, einem der grössten Slumgebiete von Yangon in Myanmar. Zum Haushalt gehören beide Eltern, zwei Halbbrüder aus der ersten Ehe seiner Mutter, Zan Min Maung selbst sowie sein jüngerer Bruder. Beide Eltern leben mit HIV; von allen Kindern ist nur Zan Min Maung HIV-positiv. Der Vater kämpft seit langer Zeit mit Alkoholproblemen und hatte nie eine stabile Arbeit oder ein verlässliches Einkommen. Dadurch war die Mutter über viele Jahre die wichtigste Versorgerin der Familie.

Zan Min Maung wurde 2022, im Alter von nur vier Jahren, in das Patenschaftsprogramm aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er keine Geburtsurkunde – ein wesentliches Dokument, um überhaupt in die Schule aufgenommen zu werden. Mit Unterstützung unseres Teams konnte dieses wichtige Dokument beschafft werden. Damit öffnete sich für ihn der Weg zur Bildung. Seine beiden Halbbrüder, heute 19 und 16 Jahre alt, hatten die Schule bereits abgebrochen. Zan Min Maung selbst besuchte 2024 den Kindergarten, während sein jüngerer Bruder noch zu klein für die Schule war.

Die Familie lebte auf einem kleinen Stück Land, das ihr von den lokalen Behörden als Entschädigung zugesprochen worden war, nachdem Zan Min Maungs Onkel ins Militär eingezogen worden war. Dieser Onkel war zuvor eine wichtige Stütze für die Familie gewesen. Nach seinem Wegfall lastete die Verantwortung vollständig auf der Mutter. Im Jahr 2025 verschlimmerten sich die Alkoholprobleme des Vaters, was trotz der laufenden Unterstützung durch die Patenschaft erneut zu grosser Instabilität im Zuhause führte.

Als der finanzielle Druck zunahm, verschuldete sich die Familie. Ihre fragile Unterkunft stürzte aufgrund schwerer Wetterbedingungen ein. Die Familie musste fliehen und lebte vorübergehend unter einer Brücke. In dieser Zeit konnte Zan Min Maung seine Medikamente nicht mehr regelmässig einnehmen und musste die Schule abbrechen. Unser Team koordinierte umgehend mit der Klinik, um seine Behandlung wieder zu stabilisieren, und arbeitete eng mit der Familie zusammen, um die akute Krise zu bewältigen.

Da die Sicherheit der Familie dringend gewährleistet werden musste, unterstützte unser Team den Bau einer neuen Unterkunft auf demselben Grundstück, das der Familie ursprünglich von den Behörden zugesprochen worden war. So konnte die Familie nach Hause zurückkehren. Gleichzeitig erhielt der Vater Beratung im Zusammenhang mit seinem Alkoholkonsum. Heute arbeiten beide Eltern, sie bauen ihre Schulden schrittweise ab und beginnen, ihr Leben wieder zu ordnen. Stabilität ist zurückgekehrt.

Auf dieser neuen Grundlage bereitet sich Zan Min Maung, der heute sieben Jahre alt ist, darauf vor, im Schuljahr 2026 wieder zur Schule zu gehen. Auch für seinen jüngeren Bruder ist eine Einschulung geplant, sobald er das entsprechende Alter erreicht. Diese bemerkenswerte Wende wurde durch die unermüdliche Arbeit unserer Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie durch die grosszügige Unterstützung der SANNI Foundation möglich. Gemeinsam konnten Schutz, Stabilität und Hoffnung für Zan Min Maung und seine Familie wiederhergestellt werden.

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