Zin Min Htet – Ein sicheres Zuhause und eine zweite Chance

Zin Min Htet ist ein siebenjähriger Junge aus Thanlyin Township, einem der grösseren Slumgebiete von Yangon in Myanmar. Er lebt mit seiner Mutter und seiner älteren Schwester zusammen. Seine Schwester hat psychische Gesundheitsprobleme und benötigt viel Betreuung und Aufmerksamkeit.
Im Jahr 2025 erlitt die Familie einen schweren Verlust, als Zin Min Htets Vater nach Erkrankungen an HIV und Tuberkulose sowie alkoholbedingten Problemen verstarb. Trotz dieser schwierigen Umstände leiden Zin Min Htet und die übrigen Familienmitglieder an keiner chronischen Erkrankung.
Die Familie lebte zuvor auf einem eingeschränkt nutzbaren Grundstück in einem kleinen Haus, das sie selbst gebaut hatte. Zin Min Htets Mutter hat nur wenig Schulbildung und begrenzte Berufserfahrung. Sie kämpft darum, ihre beiden Kinder zu versorgen, und nimmt jede Arbeit an, die sie finden kann – etwa das Sammeln von Plastikflaschen aus dem Müll zum Weiterverkauf oder körperlich sehr anstrengende Arbeiten auf Baustellen. Ein grosser Teil ihrer Zeit und Kraft fliesst zudem in die Betreuung ihrer Tochter, die aufgrund ihres Zustands nicht zur Schule gehen kann.
In dieser Situation begann Zin Min Htet, die Motivation für die Schule zu verlieren. Seine Anwesenheit im Unterricht nahm nach und nach ab. Beraterinnen und Berater unserer Klinik erkannten seine Bedürfnisse, woraufhin er im November 2025 in unser Patenschaftsprogramm aufgenommen wurde.
Seit seiner Aufnahme ins Programm ist sein Leben stabiler geworden. Seine wichtigsten Bedürfnisse werden gedeckt, einschliesslich umfassender Bildungsunterstützung mit Schulmaterialien, Uniform und Schulgebühren. Die Familie erhält zudem monatlich ein Lebensmittelpaket mit nahrhaften Produkten, was den Alltag deutlich erleichtert. Durch die Ermutigung und Begleitung unserer Sozialarbeiterin fand Zin Min Htet seine Motivation zurück und begann wieder regelmässig zur Schule zu gehen. Er schloss die erste Klasse im Schuljahr 2025 erfolgreich ab und absolvierte im Februar 2026 seine Abschlussprüfungen.
Während der Sommerferien geriet die Familie jedoch erneut in eine Krise. Der Landbesitzer erschien plötzlich, zwang sie, ihr Zuhause abzubauen und das Grundstück zu verlassen. Obwohl die Familie über Baumaterial verfügte, hatte sie keinen Ort, an den sie gehen konnte. Ohne Ersparnisse und mit nur einem sehr unsicheren Einkommen aus Gelegenheitsarbeiten blieb ihr keine andere Wahl, als auf der Strasse zu bleiben.
Unsere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter reagierten sofort. Nach der gemeinsamen Besprechung möglicher Lösungen unterstützten wir die Familie dabei, die Mietkosten für ein Grundstück für sechs Monate zu decken, damit sie umziehen konnte. Trotz einer anhaltenden Knieverletzung, die Zin Min Htets Mutter durch ihre körperlich schwere Baustellenarbeit erlitten hatte, zeigte sie in dieser schwierigen Zeit grosse Entschlossenheit. Mit Unterstützung unserer Klinik hat sie inzwischen mit der Behandlung ihrer Verletzung begonnen. Mithilfe von Zin Min Htets Onkeln und den eigenen Baumaterialien der Familie konnte innerhalb von nur eineinhalb Tagen ein neues Haus errichtet werden.
Heute leben Zin Min Htet und seine Familie in einem sicheren und stabilen Zuhause. Sie müssen keine plötzliche Vertreibung mehr fürchten, und Zin Min Htet kann sich wieder auf seine Bildung und seine Kindheit konzentrieren. Die Familie ist zutiefst dankbar für die Unterstützung, die ihr in einer der schwierigsten Phasen ihres Lebens Stabilität und neue Hoffnung geschenkt hat. Diese rechtzeitige und lebensverändernde Hilfe ist dank der kontinuierlichen und grosszügigen Unterstützung der SANNI Foundation möglich – sie hilft Kindern wie Zin Min Htet, eine sicherere und hoffnungsvollere Zukunft aufzubauen.










